Anbau von Kürbis

Kürbispflanzen bevorzugen humose bis sandige Lehmböden oder lehmige Sandböden. Bodenverdichtungen und stauende Nässe sollten auf jeden Fall verhindert werden.
Kürbispflanzen sollten windgeschützt und sonnig stehen. Im Schatten oder Halbschatten verkümmern sie und produzieren vor allem Blätter und Blüten. Die Früchte sind meist klein und fallen ab. Um hohe Erträge zu bekommen, gibt man der Pflanze viel Platz , damit sie gut wachsen kann.

Da die Kürbisse in unseren Regionen als einjährige Kulturen angebaut werden, ist es notwendig, auf eine Fruchtfolge zu achten. Besonders geeignete Vorkulturen sind Spinat, Zwiebeln, Lauch, Getreide und Kulturwiesen. Der Standort sollte spätestens alle zwei Jahre gewechselt werden. Das bewahrt die Kultur vor Krankheiten, Viruserkrankungen und Mangelerscheinungen.

Hauptanbauländer

Weltweit die wichtigsten Anbaugebiete für Kürbisse sind

  • Süd- und Mittelamerika
  • der Süden Nordamerikas
  • Japan
  • Australien

Die bedeutendsten europäischen Anbauländer sind

  • Italien mit etwa 350.000 Tonnen pro Jahr
  • Frankreich und Griechenland mit je 70.000 Tonnen pro Jahr

Neben der Steiermark in Österreich hat sich Ungarn mittlerweile einen Spitzenplatz bei der Kürbiskernölgewinnung erobert.
Auch in der Schweiz entwickelte sich in den letzten Jahren ein Markt für Kürbisse, deren Kerne und das Speiseöl.
Derzeit werden bereits über vierzig Prozent des Schweizer Kürbiskonsums aus heimischen Anbau abgedeckt.

Anbau im eigenen Garten

Wer in unseren – für die wärmeliebenden Südamerikaner eher ungeeigneten – Klimazonen Kürbisse anbauen will, sollte sich für robuste Sorten entscheiden, denn eine empfindliche Sorte könnte sich nicht richtig ausbilden, so dass statt einer ganzen Frucht am Ende nur Ansätze einer solchen zu erkennen sind.